MMM

Münchner Mannschafts-Meisterschaft 2017/18

Der SC Kirchseeon spielt in dieser Saison wieder mit zwei Mannschaften: Kirchseeon 1 (8er-Mannschaft) in der B2-Klasse, und Kirchseeon 2 (4er-Mannschaft) in der E-Klasse. Im Kader der ersten Mannschaft sind alle aktiven Spieler mit DWZ von ca. 1400 bis zum 1900, der DWZ-Durchschnitt beträgt ca. 1700. Die E-Klasse ist für Spieler mit niedrigerer oder ohne DWZ vorgesehen.

Alle Meisterschaftsergebnisse der B-Klasse

Ergebnisse der E-Klasse

Spielberichte:
B2-Klasse, 5. Runde: Roter Turm 3 – Kirchseeon 1 3,5:4,5: Sieg gegen den Tabellenführer

Die tollen Tage gehen weiter: Am Abend vor dem unsinnigen Donnerstag gelang unserer ersten Mannschaft ein überraschender Sieg beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer „Roter Turm Altstadt“ (nun ja, wer das Kirchseeoner Rathaus kennt, ist rote Türme gewohnt …). Wie schon in Runde 4 gingen wir kampflos in Führung, Rudis Gegner war nicht erschienen. Herbert legte gleich noch eine Schippe drauf und gewann in glänzender Form eine Wahnsinnspartie, in der früh das ganze Brett in Flammen stand.
Jürgen erzielte ein Remis, das sich später als sehr wichtig erweisen sollte. Danach ging es jedoch erstmal nicht weiter für uns, weil Bernhard, Günter und Horst im Mittelspiel materiell in Rückstand gerieten, und später ihre Partien verloren.
Zudem hatte sich unser „Ich unverbesserliche“ Mannschaftsleiter wieder mal sehr viel Zeit genommen und musste dann in der Zeitnotphase auf Risiko spielen, das hätte leicht schief gehen können. Zum Glück fiel ihm aber nach Bauernvorstoss und Damentausch unverhofft ein zweizügiges Matt vor die Füße: 3,5 Punkte also, wir waren plötzlich wieder da, nun hing alles von Wolfgang ab. Der machte in aller Ruhe sein Ding in einer schön anzuschauenden Partie, in der er mit der langen Rochade von Anfang an konsequent auf Sieg gespielt hatte.
Erneut also ein glückliches 4,5:3,5, und wir kämpfen plötzlich zusammen mit fünf anderen Teams um den Aufstiegsplatz – auch die Tabelle zeigt sich in diesen Tagen im Faschingskostüm.

E-Klasse: 3.+4. Runde: Kirchseeon 2 gewinnt nur an Erfahrung

Gegen Vaterstetten 3 und Bayern München 9 war unsere zweite Mannschaft zwar jeweils vollzählig am Start, verlor aber beide Spiele mit 1:3, wobei sich vor allem die jugendlichen Spielerinnen und Spieler der Gegner gegen unsere Erwachsenen durchsetzen konnten. Somit findet die neue E-Klasse langsam ihre Bestimmung, und das „E“ steht für „Erfahrung sammeln“.

 

4. Runde, B2-Klasse: Unverhofft kommt oft –  Kirchseeon 1 – Zugzwang 4 4,5:3,5

Erstmals spielten wir in unserem Ausweichlokal Cafe Zam – und diese Premiere werden wir wohl nicht so schnell vergessen. Bei unserem Gegner waren die Bretter 1 und 2 kurzfristig ausgefallen. So gingen wir kampflos 2:0 in Führung, taten uns dann aber an den hinteren Brettern umso schwerer. Als Rudi und Bernhard verloren, war der scheinbar komfortable Vorsprung schnell wieder dahin.
Zum Glück zeigte Horst seine Stärke im Endspiel und brachte uns wieder in Führung. In dieser Situation bot ich bei leicht besserer Stellung, aber deutlich weniger Zeit meinem Gegner Remis, um kein unnötiges Risiko zu gehen, zumal Jürgen bereits klar auf Gewinn stand.
Doch dann der Hammer: Kurz vor dem scheinbar sicheren Sieg zog Jürgen den Turm von der Grundreihe weg und übersah ein zweizügiges Matt!
Enttäuscht verließ unser Pressewart das Spiellokal, denn auf die letzte Partie von Franz, der nach Qualitätsverlust schon seit Stunden gegen die Niederlage kämpfte, gab niemand von uns mehr einen Pfifferling … bis zur nächsten dramatischen Wende: Wie im Märchen zauberte unser „Finanzminister“ mit dem letzten Aufgebot plötzlich einen unwiderstehlichen Mattangriff mit Dame und Läuferpaar aus dem Hut, wobei auch hier wiederum die verlassene Grundreihe dem Gegner zum Verhängnis wurde.
Wahnsinn – am Schluss fragten sich die meisten Spieler, welches Team nach diesen vielen Wendungen denn nun eigentlich gewonnen hatte: tatsächlich wir, denkbar knapp mit 4,5:3,5.
Nun heißt es Luft holen und warm anziehen, denn als nächstes gehts zum Tabellenführer Roter Turm 3 – dort werden wir alle noch ein wenig mehr zaubern müssen, um nicht zu verlieren.

3. Runde: FC Bayern 6 – Kirchseeon 1 4:4 – Nikolaus meinte es gut mit uns

Danke, lieber Nikolaus: Im Spiellokal des FC Bayern gab es am 7.12. zur Begrüßung fröhliches Glockengebimmel und gratis Süßigkeiten, Gebäck, und am Schluss erreichten wir mit etwas Glück ein 4:4 Unentschieden, so dass niemand mit ganz leeren Händen nach Hause gehen musste.
Wir waren aber auch wirklich brav gewesen und hatten tapfer gegen die sich zunächst abzeichnende Niederlage gekämpft:
Rudi, Horst und Franz wehrten sich lange gegen spielstarke Bayern, bis nichts mehr ging.
Richtig gut sah es erstmal nur bei Herbert und Bernhard aus, die ihre Gegner mächtig unter Druck setzten. Doch während Herbert mit einer eleganten Kombination den Sieg erzwang, blieb Bernhard der krönende Abschluss verwehrt, vielmehr wurde der Gegner immer stärker, drohte mit Matt und holte sich einen Bauern nach dem anderen zurück.
Andersrum lief es in der Zwischenzeit bei Wolfgang, der sich nach anfänglicher Verteidigung befreien konnte und danach sogar gewann. Als dann auch noch Jürgen seinen Gegner mit einem einzügigen Matt überraschte, stand es plötzlich 3:3, und wir brauchten nur noch einen Punkt – aber wo sollte der herkommen? Bernhards Partie war inzwischen in ein ausgeglichenes Turmendspiel übergegangen, Remis unvermeidlich. Blieb nur noch das Duell der beiden Mannschaftsleiter an Brett 2 – da hatte ich beim Übergang ins Endspiel einen Springer „geopfert“ und stand kurz vor dem K.O., doch dann fand der Gegner in dramatischer Zeitnot den Gewinnweg nicht und mußte in letzter Sekunde ebenfalls ins Remis abwickeln.
Nun ja, ich hatte auf die Hilfe vom hl. Nikolaus gehofft (siehe Bericht zur 2. Runde) und siehe da, wer glaubt, dem wird geholfen, irgendwie…
Genau wie im Vorjahr also wieder ein 4:4 gegen Bayern 6, und zu Weihnachten ein ausgeglichenes Punktekonto, damit können wir sehr zufrieden sein.

2. Runde: Kirchseeon überrascht sich selbst mit 6:2 Kantersieg gegen Markt Schwaben

Zum ersten Heimspiel der Saison hatten wir fast alle Stammspieler und dazu ein Überangebot an Ersatzspielern zur Verfügung, das war aber auch dringend nötig, denn unser Landkreisnachbar war mit einer ziemlich starken Aufstellung angereist. Doch Günters Entscheidung, zugunsten eines „Ersatzspielers“ auf seinen Einsatz zu verzichten, erwies sich bald als richtig:
Blitz-König Rudi an Brett 8 zog mal wieder am schnellsten, eroberte eine Figur und dann die offene Linie für seinen Turm – home run, 1:0. Da wollte sich sein Nachbar Bernhard an Brett 7 nicht lumpen lassen und gewann kurzerhand ebenfalls – 2:0.
Dann wurde es spannend, Markt Schwaben schlug an Brett 6 zurück, Schatzmeister Franz meldete Verlust.
Auch Jürgen stand zunächst unter Druck und musste sich verteidigen, nutzte dann aber eine Konterchance zum Sieg und sorgte für die 3:1-Führung.
Bei Horst schien es lange Zeit auf ein Remis-Endspiel hinauszulaufen, doch der Gegner opferte geschickt den letzten Läufer für einen unaufhaltbaren Freibauern – nur noch 3:2 für uns, würde das reichen? Ich hoffte auf einen knappen Sieg, da Herbert und Mike an den Spitzenbrettern angriffslustig zum Königsangriff geblasen hatten und ich ums Remis kämpfte, aber bekanntlich hat man ja schon Pferde vor der Apotheke … doch dann kippte die Stellung an allen restlichen Brettern zu unseren Gunsten: ich konnte nach Damentausch plötzlich meine Kavallerie ausreiten lassen und mit Gabeldrohungen den Sieg erringen, während Mike mit Schwerfiguren die gegnerische Festung stürmte. Herbert setzte dann noch den donnernden Schlussakkord drauf und jagte mit seiner Dame den weißen König solange über den Hof, bis dieser das Handtuch warf.
6:2, unser beste Saisonstart in der B-Klasse seit vielen Jahren – doch viel Zeit zum Feiern bleibt nicht, denn am 8. Dezember geht es gleich weiter zum FC Bayern München – da müssen wir uns warm anziehen und auf die Hilfe vom Nikolaus hoffen…

1. Runde, B2-Klasse: Aschheim/Kirchheim/Feldkirchen 1 – Kirchseeon 1 5:3

Bei der MMM 2016 hatte uns Aschheim 1 mit 7:1 vom Brett gefegt und war auch diesmal Favorit, denn unser Gegner konnte an allen Brettern höherwertige Spieler aufbieten als wir. Doch davon war zunächst wenig zu sehen, fast alle Partien entwickelten sich ausgeglichen, nur bei Bernhard lief schnell alles aus dem Gleichgewicht: Qualität weniger, dafür Läuferpaar und lange Zeit ein weißer Bauer auf h7 (!) , pures Chaos. Günter und Rudi ließen nichts anbrennen und erkämpften sich mit Schwarz ein Remis, gleiches gelang später auch Jürgen. Dann verlor Horst sein Endspiel und auch an den anderen Brettern sah es zunehmend kritisch für uns aus. Doch wir kämpften uns nochmal heran, Wolfgang eroberte den verlorenen Bauern zurück und erzielte ein weiteres Remis. Schließlich mußte Herbert trotz zähen Widerstands im Turmendspiel kapitulieren. In den beiden verbleibenden Partien einigte man sich daraufhin zu später Stunde auf Remis, viel mehr war uns nicht drin. Insgesamt also trotz der Niederlage ein respektables Ergebnis gegen einen starken Gegner, auf das wir aufbauen können.