MMM 2018/19, B1-Klasse, 9. Runde: Bis ans Ende der Zeit


Zum Saisonabschluss am 7. Mai spielten wir mit der 1. Mannschaft auswärts mal wieder gegen Schwabing Nord 2, und genau wie vor drei Jahren endete das Spiel nach zum Teil dramatischen Duellen mit 4:4.
Diesmal waren wir allerdings sowohl nach DWZ als auch aufgrund unseres Tabellenplatzes nur Außenseiter gegen den Zweitplazierten der B1-Klasse, der noch um den Aufstieg in die A-Klasse kämpfte. Nichtsdestotrotz konnten wir zunächst an allen Brettern recht gut mithalten, Herbert und Günter standen leicht besser, während bei Bernhard und Christian auf Dauer wohl mit Problemen zu rechnen war. Franz war der erste, der sich mit dem Gegner auf Remis einigte, es folgten Jürgen, Wolfgang und auch Günter, der leider einen zwischenzeitlichen Mehrbauern nicht verwerten konnte. Herbert machte es besser und nutzte eine Grundreihenschwäche des Gegners aus, um zunächst Turmabtausch zu erzwingen und dann in einem Endspiel mit vier Läufern nachhaltig einen der vereinzelten gegnerischen Bauern zu gewinnen. Mit Horwitz-Läuferstellung und Zugzwang arbeitete er sich trotz zäher Gegenwehr langsam, aber sicher zum Gewinn vor. Währenddessen kippte die Stellung an den restlichen Brettern jedoch bedrohlich zu unseren Ungunsten:
Bernhard konnte nach langer Verteidigung den Vormasch seines 300 DWZ-Punkte stärkeren Gegners nicht mehr aufhalten, und Christian geriet nach entgegen gesetzten Rochaden und Linienöffnung unter starken Druck, wobei er unter Zeitdruck die Möglichkeit zum Gegenangriff verpasste.
Horst kämpfte tapfer gegen einen gegnerischen Freibauern, der sich bereits auf die vorletzte Reihe vorgeschoben hatte. Seine Niederlage schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, aber genau die war das Problem des Gegners – der schaute zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr auf die Uhr, bis ihn der Schiedsrichter darauf hinwies, dass er inzwischen seine gesamte Bedenkzeit verbraucht hatte!
So kamen wir an diesem Brett noch zu einem überraschenden Sieg, der uns das Mannschaftsremis sicherte, nachdem Christian sein inzwischen hoffnungsloses Endspiel aufgab – ein etwas glückliches 4:4, das wir uns aber nach mehreren unglücklichen Niederlagen in dieser Saison vielleicht auch einmal verdient haben.
Auf der Rückfahrt mit dem MVV erlebten wir dann, dass der größte Zeitfresser und Verlierer der Saison sicher nicht am Schachbrett, sondern auf Schienen unterwegs ist: Die S-Bahn verspätete sich ohne ersichtlichen Grund mal eben um 30 Minuten, so dass die letzten von uns erst weit nach 1:00 Uhr ihr zuhause erreichten.